Eine Drachenkönigin verbirgt sich sieben Jahre lang und kehrt dann als bescheidene Heilerin zurück, wo sie in einer königlichen Rachegeschichte dem Geliebten begegnet, der sie verraten hat. Sieben Jahre nach ihrem Untertauchen kehrt Veya als bescheidene Heilerin zurück, eine stille Präsenz, die unter den Menschen wandeln möchte, die sie einst kannten, ohne erkannt zu werden. Ihr Plan hält einige Tage. Dann begegnet sie dem Mann, den sie einst liebte, und er verrät und demütigt sie vor den Menschen, denen sie helfen wollte. In diesem Moment wird ihr klar, dass die Vergangenheit noch nicht mit ihr abgeschlossen hat. Veyas Verkleidung ist ihr einziger Schutz, und jede Demütigung stellt auf die Probe, wie lange er standhält. Jede Begegnung mit ihrem früheren Geliebten ist von Geschichte beladen, und die Wunden, die sie hinter ihrer ruhigen Art verbirgt, sind schwerer zu begraben, als sie erwartet hatte. Ihre Güte gegenüber den Menschen um sie herum gibt ihr Halt, zieht aber auch Aufmerksamkeit auf sich, die sie sich nicht leisten kann. Mit dem Fortgang der Geschichte steigen die Einsätze rasch, und jede Entscheidung, die sie trifft, bringt sie näher an den Moment, in dem sie nicht länger so tun kann, als wäre nichts. Ihre Geduld und ihr Stolz ziehen in entgegengesetzte Richtungen. Kniet vor der Drachenkönigin verbindet Fantasy mit höfischem Drama, sodass die Spannung ebenso in stillen Blicken und scharfen Worten steckt wie in den großen königlichen Einsätzen. Wer eine Rachegeschichte mit romantischem Kern sucht, findet hier sein emotionales Zentrum, während Zuschauer, die von Geschichten um eine verborgene Identität angezogen werden, es genießen werden, wie Veya ihre Verkleidung unter Druck zusammenhält. Der Ton bleibt bodenständig und persönlich, und das Bild einer Drachenkönigin, die sich beugen muss, hält alles straff gespannt. Die Frage ist nicht mehr, ob Veya erkannt wird, sondern wie lange sie schweigen kann, bevor sie sich entscheidet zu sprechen.